Forschung und Publikationen

Willy Brandts Leben und seine Politik stehen schon seit Jahrzehnten im Fokus der Forschung, sei es von Historikern oder von Politologen. Er selbst hat mehrere autobiographische Bücher publiziert und über 3.000 Artikel geschrieben. Sein Nachlass umfasst 400 m Akten. Die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung sieht es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, die weitere wissenschaftliche Aufarbeitung von Brandts politischem Wirken im Kontext der Geschichte des 20. Jahrhunderts an führender Stelle mit voranzutreiben.

Dazu werten wir den Nachlass im Willy-Brandt-Archiv in der Friedrich-Ebert-Stiftung sowie Bestände in weiteren nationalen und internationalen Archiven aus. In der zehnbändigen „Berliner Ausgabe“ haben wir ausgewählte Dokumente und Schriften Willy Brandts publiziert. Weitere Quellen zum Verständnis seiner Politik erscheinen in unregelmäßiger Folge in der Reihe „Willy-Brandt-Dokumente“. Wichtige Resultate der Forschung zu Willy Brandt veröffentlichen wir in den „Willy-Brandt-Studien“. Diese drei Reihen erscheinen im Verlag J. H. W. Dietz Nachf. Auch in anderen Publikationen beteiligen sich unsere wissenschaftlichen Mitarbeiter mit Aufsätzen und Rezensionen an der akademischen Debatte. In Vorträgen vor Fachpublikum oder historisch-politisch Interessierten stellen wir unsere Arbeitsergebnisse zur Diskussion.

Die Stiftung organisiert Workshops und Tagungen zu Themen, die mit Willy Brandts Wirken verbunden sind. Wir kooperieren mit Forschern und Einrichtungen im In- und Ausland, indem wir gemeinsam Konferenzen abhalten und Bücher veröffentlichen. Herausragende Forschungsleistungen von jüngeren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern würdigen wir alle zwei Jahre mit dem Willy-Brandt-Preis für Zeitgeschichte.

Außerdem beraten wir Publizisten und Filmproduzenten, die Beiträge über Willy Brandt und seine Zeit vorbereiten.

Podiumsdiskussion auf der Internationalen Konferenz zu Willy Brandts 100. Geburtstag in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung, 2013
Sammelband mit Beiträgen der wissenschaftlichen Mitarbeiter Dr. Bernd Rother und Dr. Wolfgang Schmidt