25.01.2017

1. März: Vortrag von Dr. Jens Hofmann

"Kooperation oder Konflikt? Helmut Schmidt und der deutsch-amerikanische Devisenausgleich"

- Vortragsreihe mit dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin -

Zwischen 1961 und 1976 schlossen die Bundesrepublik Deutschland und die USA insgesamt acht Abkommen, die darauf abzielten, die infolge der US-Truppenpräsenz auf westdeutschem Boden entstehenden Devisenkosten durch deutsche Rüstungskäufe in den USA zu kompensieren. Bonn war zwar bereit, die USA zu unterstützen, den Außenwert des US-Dollars zu stabilisieren und das Währungssystem von Bretton Woods zu erhalten. Jedoch wurde das Geschäft immer schwieriger, da die Bundeswehr bald hinreichend ausgerüstet war und die Regierung Erhard mit Haushaltsproblemen kämpfte. Die US-Regierungen bestanden auf einem vollständigen Devisenausgleich und drohten andernfalls mit Truppenreduzierungen. Das führte zu erheblichen Spannungen mit den Bundesregierungen. Der Vortrag legt dar, wie das Problem in der Kanzlerschaft Helmut Schmidts endgültig gelöst wurde.

Dr. Jens J. Hofmann hat zum Thema „Subventionierte Hegemonie: Die Offset-Abkommen als bilaterales Instrument währungspolitischer Kooperation zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den USA (1960-1976)“ promoviert. Seit November 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin bei der Edition der Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland. Zu seinen Forschungs­schwerpunkten gehören die deutsche und US-amerikanische Geschichte im 20. Jahrhundert, internationale Wirtschafts- und Finanzgeschichte nach 1945 sowie die politikwissenschaftliche Konfliktforschung.

Die Veranstaltung findet statt
am Mittwoch, den 1.März, um 18 Uhr (s.t.),
im Forum Willy Brandt Berlin.
Der Eintritt ist frei.

Um Anmeldung bis zum 28. Februar beim Institut für Zeitgeschichte in Berlin
wird per E-Mail oder Tel. 030 / 84 37 05-0 gebeten.

Porträt von Jens Hofmann

Dr. Jens Hofmann