„Heilige Familie“
Am 1. April 1960 tritt Egon Bahr, bis dahin Chef des RIAS-Büros in Bonn, sein Amt als Leiter der Presse- und Informationsabteilung der Senatskanzlei an. Damit ist die Mannschaft komplett, die in den nächsten Jahren den engsten Mitarbeiterstab des Regierenden Bürgermeisters Willy Brandt bilden wird.
Neben Bahr, zu dem Brandt ein besonders enges Vertrauensverhältnis entwickelt, zählen Klaus Schütz und Heinrich Albertz zur so genannten „Heiligen Familie“, wie der innerste Kreis um den Regierenden Bürgermeister genannt wird.
Albertz ist seit 1959 Chef der Senatskanzlei und wird 1961 Innensenator.
Schütz wird 1951 zum Berliner Juso-Vorsitzenden gewählt und seit dieser Zeit von Willy Brandt gefördert. Er ist maßgeblich daran beteiligt, Brandt als Regierenden Bürgermeister durchzusetzen, und organisiert 1961 dessen ersten Wahlkampf als Kanzlerkandidat. Diese Funktion hat Schütz nach seiner Beobachtung des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs in die bundesdeutsche Politik eingeführt.
Beide folgen Willy Brandt als Regierende Bürgermeister von West-Berlin nach: Heinrich Albertz 1966, Klaus Schütz 1967.