„Der Politiker“
Im Frühjahr 1928 empfängt Herbert Frahm wie viele andere 14 jährige die sozialistische Jugendweihe in der Lübecker Stadthalle.
Am 17. April 1928 wechselt er auf das Johanneum, ein modernes Reformrealgymnasium. Seine Lieblingsfächer sind Deutsch und Geschichte. In zahlreichen Diskussionen setzt sich „der Politiker“, wie er von allen genannt wird, mit Lehrern und Mitschülern auseinander. Einer seiner Lehrer warnt Martha Frahm eines Tages: „Halten Sie Ihren Sohn von der Politik fern! Der Junge hat gute Anlagen, es ist schade um ihn. Die Politik würde ihn ruinieren.“
Tatsächlich lassen die schulischen Leistungen ihres Sohnes wegen seines wachsenden politischen Engagements mehr und mehr zu wünschen übrig. Herbert schwänzt immer häufiger die Schule und schreibt sich selbst die Entschuldigungen. Sein Abitur verdankt er nach eigenen Worten der nahezu „unerschöpflichen Gunst der Lehrer“.