Zentrum

Deutsche Zentrumspartei
Gründung
13. Dezember 1870

Auflösung
5. Juli 1933

Vorgänger
Katholische Fraktion

Nachfolger
CDU; Zentrumspartei als Splitterpartei
 

Überblick
Bewahrung der Selbständigkeit der katholischen Kirche im preußisch-protestantisch dominierten Deutschen Reich und Vetretung der katholischen Interessen
Breite Verankerung in allen sozialen Schichten durch kirchliche Organisationen, christliche Gewerkschaften sowie durch zahlreiche Zeitungen und Publikationsorgane
Bedeutende Stellung in der politische Mitte während der Weimarer Republik; hohe Koalitionsfähigkeit mit allen Parteien
1919-1932 mit kurzen Unterbrechungen an allen Reichsregierungen vertreten
Stellt fünf Reichskanzler: Konstantin Fehrenbach [1920-1921], Joseph Wirth [1921-1922], Wilhelm Marx [1923-1925/1926-1928], Heinrich Brüning [1930-1932] sowie den kurz nach seiner Ernennung ausgetretenen Franz von Papen [1932]
Politische Ziele: Festigung der Republik, Sicherung des Verfassungstaats, Ausbau des Sozialstaats
Ab Mitte 1920er Einflussgewinn des rechtsbürgerlichen Lagers
Zustimmung zu Hitlers Ermächtigungsgesetz als letzter illusorischer Versuch, die Nationalsozialisten zu kontrollieren

Struktur
Katholisch-konfessioneller Charakter, breite soziologische Mitgliederstruktur

Vorsitzende
Heinrich Brüning [1933]
Ludwig Kaas [1928-1933]
Wilhelm Marx [1922-1928]

Siehe auch
Brüning, Heinrich
Burgfrieden
CDU
Ermächtigungsgesetz
von Papen, Franz
Weimarer Republik