Willy Brandt und John F. Kennedy
Am 13. März 1961 trifft der Regierende Bürgermeister von Berlin, Willy Brandt, im Weißen Haus den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy. Fast eine Stunde lang unterhalten sich beide Politiker. Kennedy ist sehr an dem Kanzlerkandidaten der SPD für die bevorstehende Bundestagswahl interessiert. Brandt betont, dass es zwischen Regierung und Opposition keine schwerwiegenden Meinungsverschiedenheiten in außenpolitischen Fragen gebe.
Zwischen Präsident und Bürgermeister bestehen „von Anfang an freundschaftliche Brücken“, wie Willy Brandt später schreibt. Kennedys Berater bestätigen das ausgesprochen gute Verhältnis, das sich zwischen beiden im Laufe der Zeit entwickelte. Kennedy, so Arthur Schlesinger, „schätzte Brandt sehr“.
Brandt ist beeindruckt von der Geradlinigkeit des Präsidenten. Im vom State Department vorbereiteten Kommuniqué streicht Kennedy eine umständliche Passage und stellt fest: Die USA stehen zu ihren erklärten Verpflichtungen gegenüber West-Berlin „by treaty and conviction“ – „durch Vertrag und Überzeugung“.
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© Public Domain Quelle: http://hdl.loc.gov/loc.pnp/cph.3c34151 John F. Kennedy und Willy Brandt während ihres Treffens im Weißen Haus am 13. März 1961
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