Volksaufstand in der DDR
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Ein Ostberliner Arbeiter entfernt ein Porträt Stalins |
Das Politbüro der SED beschließt zur Finanzierung des „Neuen Kurses“ – Senkung der Preise bei gleichzeitiger Erhöhung der Konsumgüterproduktion – eine Erhöhung der Arbeitsnormen für die gesamte Industrie. Daraufhin kommt es unter den Industrie- und Bauarbeitern der DDR zu spontanen Streiks und Demonstrationen, die sich, ausgehend von Ost-Berlin, am 17. Juni 1953 auf weite Teile des Landes ausdehnen. An diesem Tag beteiligen sich rund eine Million Menschen an den Protestkundgebungen. Rufe nach einem Rücktritt der Regierung, freien und geheimen Wahlen und schließlich nach Vereinigung mit der Bundesrepublik werden laut.
Das Politbüro der SED zeigt sich unfähig, der Lage Herr zu werden, und wird von dem sowjetischen Hohen Kommissar in Deutschland, Wladimir S. Semjonow, vorübergehend entmachtet. Sowjetische Truppen und Panzer schlagen den Aufstand in kurzer Zeit nieder. Bis zum 30. Juni werden über 6.000 Personen festgenommen, mehrere Hundert Todesopfer sind zu beklagen.
In der Bundesrepublik Deutschland wird kurz nach der Niederschlagung des „Volksaufstandes in der DDR“ der 17. Juni als „Tag der deutschen Einheit“ zum gesetzlichen Feiertag bestimmt.
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Sowjetische Panzer bahnen sich einen Weg durch die Demonstranten |