Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Januar 1948

Vertreter des Vorstandes der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands

Am 26. Januar 1948 bestimmt der Parteivorstand der SPD Willy Brandt einstimmig zu seinem Vertreter in Berlin. Schon im November waren sich Kurt Schumacher und Willy Brandt über die Ernennung einig gewesen, doch dann hatten von Brandt-Gegnern in Skandinavien gestreute Gerüchte den Parteivorsitzenden verunsichert und die Wahl verzögert.

In seinem 1960 erschienenen Buch „Mein Weg nach Berlin“ beschreibt Brandt seine Aufgabe: Es handelte sich „nicht allein und nicht einmal in erster Linie um die Verbindung zur Berliner Parteiorganisation und zu Gesinnungsfreunden in der Sowjetzone, sondern vor allem um den Kontakt zu den obersten Dienststellen der alliierten Mächte, die sich damals noch in Berlin befanden. Hier eröffnete sich mir ein Wirkungskreis, in dem ich helfen konnte, Verständnis und Unterstützung für eine vernünftige Deutschland-Politik zu gewinnen, aber auch die Möglichkeit zur eigenen Mitarbeit im Berliner Parteileben.“

Seinen ersten Bericht für den in Hannover residierenden SPD-Parteivorstand hat Brandt bereits eine Woche zuvor verfasst, 371 weitere folgen. Bis November 1949 wird er Kurt Schumacher über alle Entwicklungen in der Vier-Mächte-Stadt persönlich informieren.




Suche

Lesen Sie auch:
 Parteitag in Hannover
 Sonderbotschafter für West-Berlin
 Kein Titel

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung