Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Juni 1941

Überfall auf die Sowjetunion

Am frühen Morgen des 22. Juni 1941 beginnt – für Moskau völlig überraschend – der deutsche Überfall auf die Sowjetunion („Fall Barbarossa“). Von Finnland bis zum Schwarzen Meer tritt die Wehrmacht mit knapp drei Millionen Soldaten, über 3.000 Panzern und knapp 2.000 Flugzeugen an. Unterstützt wird der Angriff von Finnland, das im Dezember 1939 Opfer eines sowjetischen Überfalls wurde, Rumänien und Ungarn sowie durch die Entsendung italienischer, slowakischer und spanischer Truppenverbände.

© Gregorovich
Die Wehrmacht rückt mit Panzern in das brennende ukrainische Dorf Nyzhny Nanoichyk ein

Hitlers Ziel ist die „Vernichtung des Bolschewismus“ und die „Kontrolle und Nutzbarmachung des russischen Raumes bis zur Linie Astrachan-Archangelsk“ – ein irrsinniges Unterfangen. Der „Führer“ glaubt an einen erneuten „Blitzkrieg“, ein Vorhaben, das gänzlich misslingen wird.

Der Krieg gegen die Sowjetunion wurde von der nationalsaozialistischen Führung von vornherein als ein „ideologischer Weltanschauungs- und rassebiologischer Vernichtungskrieg“ konzipiert. Den in das Land vorstoßenden Truppen der Wehrmacht folgen unmittelbar „Sondereinsatzgruppen“ mit dem Befehl, die jüdische Bevölkerung und die Angehörigen der sowjetischen Führungselite zu ermorden. Ein weiteres Motiv der nationalsozialistischen Führung ist die wirtschaftliche Ausbeutung der eroberten Gebiete und der dort lebenden Menschen als Zwangsarbeiter. Bis 1945 wird der Krieg allein die Sowjetunion rund 20 Millionen Menschenleben kosten.



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