Am 21. Dezember 1935 begeht der Schriftsteller Kurt Tucholsky im schwedischen Exil Selbstmord. Tucholsky war bereits 1929 nach der Veröffentlichung seiner Satire „Deutschland, Deutschland über alles“ ins Ausland gegangen. Schon als langjähriger Herausgeber der linksintellektuellen Zeitschrift „Weltbühne“, für die auch der Pazifist Carl von Ossietzky tätig war, hatte er sich die Nationalsozialisten zum Feind gemacht. 1933 hatten die Nazis den Exilanten ausgebürgert. Seine Bücher landeten auf den „Schwarzen Listen“ und wurden verbrannt.
Gedenkplatte für Kurt Tucholsky unter der Eiche, unter der seine Asche beigesetzt wurde. Sie liegt im schwedischen Mariefred nahe Schloss Gripsholm, dem Schauplatz seines populärsten Romans. Auf der Grabplatte ist zu lesen: „Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis“, ein Zitat aus Goethes „Faust II“