SPD verabschiedet das Görlitzer Programm
Schon 1899 hatte Eduard Bernstein die SPD dazu aufgefordert, überholte Doktrinen aufzugeben. In seinem „Revisionismuskonzept“ hatte er dargelegt, dass der „Kapitalismus seine Anpassungsfähigkeit bewiesen“ habe.
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© AdsD Delegierte des Parteitages in Görlitz: Eduard Bernstein, Otto Braun, Paul Löbe u.a. |
Die „Transformation vom Kapitalismus zum Sozialismus“ lasse sich am besten in einer parlamentarischen Demokratie verwirklichen. Im Laufe der Jahre hatten sich die „Revisionisten“ in der Partei durchgesetzt. Am 23. September 1921 verabschiedet die SPD das „Görlitzer Programm“, durch das das „Erfurter Programm“ von 1891 endgültig abgelöst wird. Darin verzichtet die Partei auf das programmatische Ziel einer Revolution. Sie versteht sich nunmehr als „nationale Reformkraft“.