Rücktritt von Reichskanzler Brüning
Der wachsende innenpolitische Druck veranlasst Reichskanzler Heinrich Brüning (Zentrum) am 30. Mai 1932 schließlich zum Rücktritt. Reichspräsident Paul von Hindenburg beauftragt daraufhin Franz von Papen – einen Vertreter des katholischen westfälischen Landadels – mit der Bildung einer neuen Regierung. Der Politiker gehört, wie Brüning, dem Zentrum an, tritt jedoch schon wenig später aus der Partei aus.
|
© br-online
Reichskanzler Franz von Papen mit Reichswehrminister Kurt von Schleicher beim Besuch des Reichsfrontsoldatentags 1932 in Berlin |
Von Papens Regierung wird unter der zeitgenössischen spöttischen Betitelung „Kabinett der Barone“ in die Geschichte eingehen, setzt es sich doch überwiegend aus parteilosen Adeligen zusammen. Als Drahtzieher der Regierungsumbildung gilt General Kurt von Schleicher, der neuer Reichswehrminister wird.