Reichstagswahlen im September 1930
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© AdsD der Friedrich-Ebert-Stiftung, Bonn Das Wahlplakat des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes fordert zur Wahl der SPD auf und illustriert plakativ die Feinde der Arbeiter: "Radau KPD, Sozialreaktion und Nazis, Monarchisten" |
Das Ergebnis der Reichstagswahlen vom 14. September 1930 bedeutet für die NSDAP den endgültigen Aufstieg von einer politischen Randpartei zu einem ernstzunehmenden politischen Faktor in Deutschland. Hitlers "Braunhemden", die bei den Wahlen von 1928 nur 2,8 Prozent der Wählerstimmen erzielen konnten, schaffen es nun auf 18,3 Prozent (107 Reichstagsmandate). Damit wird die NSDAP zur zweitstärksten Partei nach der SPD, die einen Stimmenanteil von 24,5 Prozent (143 Mandate) erreicht. Auch die Kommunisten erreichen mit 13,1 Prozent (77 Mandate) ihr bisher bestes Ergebnis.
Auf die Regierungsbildung hat das Ergebnis der Wahl jedoch keinen Einfluss: Heinrich Brüning (Zentrum) bleibt Reichskanzler. Sein Minderheitenkabinett setzt sich aus sieben Parteien zusammen und kann sich auf das Vertrauen von lediglich einem Drittel der Reichstagsabgeordneten stützen.