Prager Frühling

 
 
 

Mit „Prager Frühling“ wird das Reformprogramm der tschechoslowakischen Kommunistischen Partei im Frühjahr 1968 bezeichnet.
Auftakt der Reformbemühungen war die Wahl Alexander Dubceks zum Ersten Sekretär der Partei am 4. Januar 1968.
Die neue Parteiführung versuchte ein Liberalisierungs- und Demokratisierungsprogramm durchzusetzen („Sozialismus mit menschlichem Antlitz“).
Durch die Aufhebung der Pressezensur entstand rasch eine kritische Öffentlichkeit.
Die Reformbemühungen wurden am 21. August 1968 durch die militärische Intervention der Sowjetunion und anderer Warschauer-Pakt-Staaten gewaltsam beendet. Dubcek und andere Reformer wurden verhaftet.
Der „Prager Frühling“ und seine Niederschlagung wurde in der Bundesrepublik wie kaum ein anderes außenpolitisches Ereignis sowohl von der bürgerlichen Presse als auch von der Außerparlamentarischen Opposition (APO) beachtet und kommentiert.

Siehe auch
APO
Dubcek, Alexander
Tschechoslowakei
UdSSR
Warschauer Pakt