Willy-Brandt-Biografie
November 1964

Parteitag in Karlsruhe

Vom 23. bis 27. November 1964 findet in der Karlsruher Schwarzwaldhalle der Parteitag der SPD statt. Als Vorsitzender formuliert Willy Brandt das Ziel: „Dies ist ein Parteitag der Zuversicht und Entschlossenheit. Das realistische Ziel ist, stärkste Partei auch im Bundestag zu werden. Wir wollen nicht bloß mitregieren, wir wollen regieren.“ Brandts Führungsanspruch wird von den Delegierten gewürdigt; mit 314 von 329 Stimmen wird er klar in seinem Amt als Vorsitzender der SPD bestätigt.

Auch sein Expertenteamkann sich sehen lassen: Fritz Erler für Außenpolitik, Karl Schiller für Wirtschaft, Helmut Schmidt für Verteidigung, Gustav Heinemann für Justiz, Carlo Schmid für Kultur und Herbert Wehner für gesamtdeutsche Fragen – ein intellektuell wie politisch beeindruckendes Schattenkabinett.

In seiner Rede sagt Brandt: „Politik soll sich zum Teufel scheren, wenn sie nicht dazu da ist, den Menschen das Leben leichter statt schwerer zu machen.“ Neben einigen traditionellen Arbeiterliedern wird Brandt zum Abschluss des Parteitages die deutsche Nationalhymne anstimmen und auch damit die Entwicklung der SPD zur Volkspartei unterstreichen.



Glossar

Suche

Lesen Sie auch:
 Erste Reise in die USA
 Gruppe der 77
 Parteitag in Mannheim

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung