Parlamentarisierung Deutschlands
Die Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg zeichnet sich immer deutlicher ab. Zugleich verstärken sich die demokratischen Strömungen im Kaiserreich. Die Mehrheitssozialdemokraten (MSPD), Fortschrittsliberalen, Nationalliberalen und das Zentrum fordern gemeinsam die "volle Parlamentarisierung Deutschlands": Künftig soll die Reichsregierung nur dem Parlament und nicht mehr dem Kaiser verpflichtet sein.
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© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Wilhelm II. (mi.) mit Hindenburg (li.) und Ludendorff (re.) im Großen Hauptquartier |
Die Führung der Obersten Heeresleitung (OHL), Paul von Hindenburg und Erich Ludendorff, überzeugen Kaiser Wilhelm II. von der Notwendigkeit, Waffenstillstandsverhandlungen wegen der Lage an der Front und in der Heimat mit den Alliierten aufzunehmen. Am 30. September 1918 kündigt Wilhelm II. die Parlamentarisierung Deutschlands an - zu spät. Sein Sturz ist nicht mehr aufzuhalten.