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Das Mahnmal für die Opfer des Warschauer Ghettos wurde im April 1948 errichtet und von dem polnischen Bildhauer Nathan Rapoport geschaffen. Es erinnert an den Aufstand im Warschauer Ghetto vom April/Mai 1943. Auf der Vorderseite des Mahnmals ist eine Gruppe von sieben Personen unterschiedlichen Alters und Geschlechts zu sehen. Das Zentrum der Gruppe bildet ein hoch aufgerichteter, junger Mann mit muskulösem Oberkörper, der in der Hand eine Handgranate hält. Die dreisprachige Inschrift auf dem Sockel des Mahnmals lautet: „Dem jüdischen Volk – seinen Kämpfern und Märtyrern.“ Das Mahnmal wird von zwei steinernen, von Löwen flankierten Menorot, eingerahmt. Auf der Rückseite des Mahnmals ist ein Flachrelief zu sehen, das eine Deportationsszene zeigt. Dargestellt ist eine Gruppe junger und alter Juden, die mit gesenktem Haupt in den Tod gehen. In ihrer Mitte ist ein Rabbiner mit einer Thorarolle zu sehen. Das Mahnmal ist wegen seiner heroischen Darstellung des Ghetto-Aufstandes nicht unumstritten.
Am 7. Dezember 1970 legte Bundeskanzler Willy Brandt vor der Unterzeichnung des Warschauer Vertrages am Mahnmal einen Kranz nieder. Die Bilder von seinem Kniefall gingen um die ganze Welt.
Zur Erinnerung wurde 2000 auf dem Areal des ehemaligen Warschauer Ghettos ein Willy-Brandt-Platz und ein Willy-Brandt-Denkmal eingeweiht. Es befindet sich direkt gegenüber dem Ghetto-Mahnmal und zeigt auf einer Relieftafel den knieenden Brandt.
Siehe auch
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