Luxemburg, Rosa

Rozalia Luksenburg
* 5. März 1871
in Zamosc (Polen)
  15. Januar 1919
in Berlin

Beruf
Polnisch-deutsche Politikerin und Publizistin, marxistische Theoretikerin

(© AdsD)
 

Überblick
Ab 1886 politisches Engagement in der sozialistischen Arbeiterbewegung Polens
1889 Flucht in die Schweiz; Studium der Philosophie, Geschichte, Politik, Ökonomie und Mathematik an der Universität Zürich
1893 Gründung der im Untergrund tätigen „Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Polens und Litauens“ (SDARP) zusammen mit Leo Jogiches
1897 Promotion
1898 Erhalt der deutschen Staatsbürgerschaft; Umzug nach Berlin; Eintritt in die SPD
1899 Beteiligung an der so genannten Revisionismus-Debatte in der SPD; Profilierung als Gegnerin der Revisionisten
Ab 1907 Dozentin an der Parteihochschule der SPD in Berlin
Ab 1910 Kampf gegen Nationalismus, Militarismus und Imperialismus
1914 nach Beginn des Ersten Weltkrieges Kampf gegen die Burgfriedenspolitik der SPD; Gründung der „Gruppe Internationale“, aus der 1916 der „Spartakusbund“ hervorgeht
Januar 1915-November 1918 beinahe ununterbrochen wegen ihres antimilitaristischen Engagements im Gefängnis inhaftiert
November 1918 nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis Herausgabe der Zeitung „Rote Fahne“ (zusammen mit Karl Liebknecht)
1. Januar 1919 Gründungsmitglied der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), deren Programm sie überwiegend verfasst
Januar 1919 Teilnahme am Aufstand des „Spartakusbundes“
15. Januar 1919 Verhaftung und Ermordung zusammen mit Karl Liebknecht durch Freikorpssoldaten im Gefolge des gescheiterten Spartakusaufstandes

Sonstiges
Verfasserin zahlreicher politischer Schriften; Gesammelte Werke, 5 Bände, Berlin 1970–1975; Gesammelte Briefe, 6 Bände, Berlin 1982–1997

Siehe auch
KPD
Liebknecht, Karl
Revisionismus-Debatte
Spartakusaufstand
Spartakusbund
SPD