Lenin verkündet die Neue Ökonomische Politik
Die wirtschaftliche Entwicklung der Sowjetunion verlief seit Ende des Ersten Weltkrieges aufgrund einer rigiden bolschewistischen Wirtschaftspolitik („Kriegskommunismus“) und des fortdauernden Bürgerkrieges katastrophal. Auf dem X. Parteikongress der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) verkündet Wladimir I. Lenin am 8. März 1921 die Einführung der „Neuen Ökonomischen Politik“ (NÖP).
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Quelle: vulture-bookz.de
Lenin im November 1921 in seinem Arbeitszimmer im Kreml |
Er kann den Kurswechsel nur gegen starken Widerstand in der Partei durchsetzen. Mit der NÖP werden nunmehr die „gewinnorientierte Produktion“ und das Privateigentum in der Konsumgüter-Produktion legalisiert und der Binnenhandel gefördert. Die Bauern sollen durch Einführung einer „Naturalsteuer“ von willkürlichen Zwangsabgaben befreit werden. 1928 wird Lenins Nachfolger Josef Stalin die NÖP aufgeben und – u. a. durch die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft eine rein sozialistische Wirtschaftspolitik betreiben.