Kuomintang

Kuomintang [chin. Nationale Volkspartei]
Gründung
12. August 1912

Vorgänger
Geheimgesellschaft Tung-meng-hui [Schwurbrüderschaft]

 

Überblick
1923 enge Verbindung von Kuomintang und chinesischer KP (KPCh)
1924 Grundsatzprogramm beruhend auf den ‚Drei Volksprinzipien‘ Sun Yatsens: nationale Unabhängigkeit, Volksregierung (=Sturz des Kaisers), soziale Neugestaltung (Bes. Bodenreform)
1927 Bruch mit den Kommunisten und Herstellung der Einheit Chinas durch Kuomintang-Truppen unter Führung von Chiang Kai-Shek; Kuomintang wird staatstragende Partei
Verfolgung von Kommunisten führt zum Bürgerkrieg; Besetzung von Teilen Chinas durch Japan
zunehmende Eroberung Chinas durch die Japaner; auf Vorschlag Mao Tse-Tungs erneutes Bündnis mit den KPCh, Pause im Bürgerkrieg
Ende des Zweiten Weltkriegs: Rückzug der Japaner, Wiederaufnahme des Bürgerkriegs
Kuomintang hat Rückhalt in Bevölkerung augrund der Zurückhaltung gegenüber den Japanern, Korruption, Zensur sowie Massakern verloren
1949 Machtübernahme durch die Kommunisten Mao Tse-Tung sowie Gründung der Volksrepublik Chinas führt zur Flucht der Kuomintang auf die Insel Taiwan, wo sie Gegenregierung und Gegenparlament errichtet (‚Republik China‘ –Taiwan)
Unterdrückung der einheimischen Bevölkerung durch eingewanderte Festlandchinesen, diktatorische Züge der Herrschaft durch Einheitspartei
seit Ende der 1980er Jahre Demokratisierungsprozesse, Aufhebung des Kriegsrechts, Zulassung von anderen Parteien neben der Kuomintang

Struktur
Entwicklung unter Chiang Kai-Shek zur diktatorischen Einheitspartei, seit den 1980ern Demokratisierungserscheinungen

Vorsitzende
Ma Ying-jeou [2005-]
Lien Chan [2000-2005]
Lee Teng-hui [1988-2000]
Chiang Ching-kuo [1975-1988]
Chiang Kai-Shek [1925-1975]
Sun Yatsen [1912-1925]

Siehe auch
Chiang, Kai-shek
Mao, Tse-tung