Kreisvorsitzender in Wilmersdorf
Im Dezember 1949 übernimmt Willy Brandt sein erstes bedeutenderes Amt in der Berliner SPD. In seinen Erinnerungen schreibt er: „In Wilmersdorf, wo ich damals wohnte, ging es so hoch her, dass die Partei im Durcheinander zu versinken drohte. Über streitende Gruppen hinweg meinte man, es müsse erst mal ein tüchtiger Versammlungsleiter her, und traute mir zu, die Delegierten zu Besonnenheit anzuhalten. Als das zu gelingen schien, fand man: Na, wenn er hier Ruhe schaffen kann, soll er am besten gleich Vorsitzender werden! Auf diese Weise hatte ich’s – ganz ungeplant – zum Kreisvorsitzenden der Wilmersdorfer SPD gebracht.“ Doch Brandt merkt auch an: „Die Widerstände, die ich in der Berliner Parteiorganisation zu überwinden hatte, waren nicht gering. Sie waren noch größer, als ich es erwartete.“
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© Willy-Brandt-Archiv Der erste Jahresbericht der Wilmersdorfer SPD unter ihrem neuen Vorsitzenden, Willy Brandt |