Konferenz von Jalta
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Quelle: National Archives and Records Administration
An diesem Konferenztisch fallen Entscheidungen, die Europa bis 1989 prägen werden |
Am 4. Februar 1945 wird in Jalta eine weitere Konferenz der „Großen Drei“ eröffnet. Sie bringt endgültige Klarheit über das Schicksal des Deutschen Reiches: Deutschland soll in vier Besatzungszonen aufgeteilt und die oberste Befehlsgewalt einem Alliierten Kontrollrat übertragen werden. Das Land soll umfassend entmilitarisiert und „entnazifiziert“ werden.
Josef Stalin gelingt es, sich von US-Präsident Franklin D. Roosevelt und dem britischen Premierminister Winston Churchill die ost- und südosteuropäischen Länder als „sowjetische Interessensphäre“ anerkennen zu lassen und die Ostgrenze Polens zugunsten der Sowjetunion auf die so genannte Curzon-Linie (von Dünaburg über Brest nach Przemysl) festzusetzen. Die endgültige Bestimmung der polnischen Westgrenze wird vertagt, in jedem Fall aber Polen ein „beträchtlicher Gebietszuwachs“ auf Kosten des Deutschen Reiches als Kompensation für den Verlust seiner Ostgebiete zugesagt („Westverschiebung Polens“). Stalin verspricht seinen Verbündeten, in den Krieg gegen Japan einzutreten.
Ein weiterer wichtiger Beschluss: Die „Großen Drei“ verabschieden die Charta der Vereinten Nationen, die am 26. Juni in San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet wird.