KPdSU

Kommunistische Partei der Sowjetunion
Gründung
1918

Auflösung
August 1991

Vorgänger
Bolschewiki

Nachfolger
Kommunistische Partei in der Russischen Föderation
Parteiplakat der KPdSU
(© Public Domain)
 

Überblick
1918 als Kommunistische Partei Russlands/ Bolschewiki (KPR(B)) gegründet
1922 Umbenennung in Kommunistischen Allunionspartei/ Bolschewiki
1934-1939 „Stalinistische Säuberungen“: Ausschaltung aller, auch vermeintlicher innerparteilicher Konkurrenten durch Stalin
1952 Umbenennung in KPdSU
1956 Entstalinisierung nach dem XX. Parteitag
1986 Einführung von Perestroika (russ. Umbau) und Glasnost (russ. Offenheit)

Struktur
Staatspartei des sowjetischen Einparteiensystem
Hierarchischer Aufbau folgt den Prinzipien des demokratischen Zentralismus, der monolithischen Einheit sowie der kollektiven Führung
Formelles oberstes Parteiorgan ist der alle vier Jahre tagende Parteikongress, der das Zentralkomitee (ZK) wählt
Wahl des Politbüros (zuständig für alle politisch-ideologischen Leitlinien), des Sekretariats des ZK (zuständig für deren Durchführung) und des Generalsekretärs (Vorsitzender) durch ZK
Politik der Sowjetunion wird durch die drei Organe bestimmt, wobei der Generalsekretär die eigentliche Führung in Partei und Staat innehat
Keine Massenpartei, Mitgliederanteil der Bevölkerung höchstens 6 % (1990: 17,9 Millionen)

Vorsitzende
Michail Gorbatschow [1985-1991]
Konstantin Tschernenko [1984-85]
Juri Andropow [1982-1984]
Leonid Breschnew [1964-1982]
Nikita Chruschtschow [1953-1964]
Josef Stalin [1922-1953]
Wladimir I. Lenin [1918-1922]

Siehe auch
Bolschewiki
Breschnew, Leonid
Chruschtschow, Nikita
Entstalinisierung
Glasnost
Gorbatschow, Michail
Lenin, Wladimir I.
Perestrojka
Stalin, Josef
Stalinismus
UdSSR
Zentralkomitee (ZK)