Guillaume, Günter

Günter Guillaume, ab 1986 verh. Bröhl
* 1. Februar 1927
in Berlin
  10. April 1995
in Eggersdorf

Beruf
Deutscher Journalist und Spion der Stasi

(© Bundesregierung/Wegmann)
 

Überblick
Ausbildung als Fotograf
1945 Teilnahme am Zweiten Weltkrieg als Flakhelfer; Kriegsgefangenschaft
1950-1956 Mitarbeiter des Verlags „Volk und Wissen“; Anwerbung durch das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) und Ausbildung für seine künftige konspirative Aufgabe in der Bundesrepublik
Ab 1952 Mitglied der SED
1956 Übersiedlung in die Bundesrepublik im Auftrag des MfS als angeblicher DDR-Flüchtling
Ab 1957 Mitglieder der SPD
Ab 1963 hauptamtlicher Parteisekretär in der SPD
1970-1972 Hilfsreferent bzw. Referent im Bundeskanzleramt
1972-1974 Persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt für Partei- und Fraktionsangelegenheiten
Mai 1974 Enttarnung als Spion (Guillaume-Affäre); Rücktritt Brandts
1975 Verurteilung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf wegen Landesverrats zu 13 Jahren Gefängnis
1981 Rückkehr in die DDR im Zuge eines Agentenaustauschs; Beförderung zum Oberst im MfS
1985 Verleihung des Grades eines Dr. jur. h. c. durch die juristische Hochschule des MfS in Potsdam

Sonstiges
„Die Aussage. Wie es wirklich war“ (1988)

Siehe auch
Guillaume-Affäre
SED
Stasi