Am 27. Januar 1916 wird der nach dem thrakischen Sklavenführer Spartakus genannte „Spartakusbund“ gegründet. Diese Gruppe radikaler Marxisten unter der Führung von Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Wilhelm Pieck und Clara Zetkin fordert den „internationalen Klassenkampf gegen den Krieg, um den Frieden zu erzwingen durch den Willen der Massen“. Seine politischen Ziele propagiert der Bund fortan in illegalen „Spartakusbriefen“. Gemeinsam mit den im Schweizer Exil lebenden russischen Vertretern Leo D. Trotzki, Wladimir I. Lenin und Karl Radek bildet der Spartakusbund den linken Oppositionsflügel der Sozialistischen Internationale. Der Bund bleibt auf eine kleine Gruppe Intellektueller beschränkt und wird am 1. Januar 1919 in der neu gegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) aufgehen.