Hintergrund
November 1952

Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei

Die Schlagworte „Wiederbewaffnung“ und „Westintegration“ rufen in der jungen Bundesrepublik Deutschland nicht nur Zustimmung hervor. Einige politische Persönlichkeiten gehen in ihrer Ablehnung der von Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) forcierten Außen- und Sicherheitspolitik so weit, dass sie ihre Parteien verlassen und am 29. November 1952 die „Gesamtdeutsche Volkspartei“ (GVP) gründen. Deren Ziel ist die Schaffung eines vereinten und neutralen Deutschland. Zu den Parteigründern gehören der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann (bisher CDU) und Helene Wessel (bisher Zentrum). Mit dem 21-jährigen Johannes Rau wird ein weiteres künftiges Staatsoberhaupt (Bundespräsident von 1999-2004) Mitglied der neuen Partei. Die GVP wird sich im Mai 1957 nach der erfolglosen Teilnahme an zwei Wahlen auf Bundes- und Landesebene auflösen. Johannes Rau wird sich daraufhin der SPD anschließen.

 
© HdG
Wahlplakat der GVP


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