| |
Überblick
  | Vorgeschichte: Oktober 1950 Rücktritt Gustav Heinemanns (CDU) als Bundesinnenminister aus Protest gegen die Wiederbewaffnungs-Pläne von Bundeskanzler Konrad Adenauer; Herbst 1951: Gründung der überparteilichen Sammlungsbewegung „Notgemeinschaft für den Frieden Europas“
|   | November 1952 Gründung der Gesamtdeutschen Volkspartei (GVP)
|   | September 1953 verheerende Niederlage mit nur 1,3 % bei den Bundestagswahlen (trotz verschiedener Wahlbündnisse); größere Anzahl von Parteiaustritten
|   | Januar 1955 Organisierung der so genannten Paulskirchenbewegung durch GVP und SPD, um die Verabschiedung der „Pariser Verträge“ durch den Deutschen Bundestag zu verhindern
|   | Mai 1957 Auflösung; Empfehlung an die Mitglieder, der SPD beizutreten |
Struktur
  | Die GVP beschränkte sich weitgehend auf außen- und deutschlandpolitische Ziele. Sie entstand in Ablehnung zur Wiederbewaffnung und zur Westintegration der Bundesrepublik. Sie sorgte sich um die Wiedervereinigung und die Gefährdung des Friedens und trat deshalb für eine „bedingte Neutralität“ der Bundesrepublik ein.
|   | Sie bestand v. a. aus (protestantischen) Mitgliedern der CDU/CSU und der Zentrumspartei sowie aus Angehörigen der Bekennenden Kirche. Im Verlauf der 1950er Jahre kam es zu einer Annäherung der GVP an die SPD.
|   | Sie war eine Splitterpartei, die den Sprung in den Deutschen Bundestag und in die Länderparlamente nicht schaffte, und politisch ohne Einfluss blieb.
|   | Anzahl der Mitglieder: ca. 1.000 (1957) |
Vorsitzende Die GVP hatte statt eines Vositzenden ein mehrköpfiges Präsidium. Ihm gehörten Gustav Heinemann, Helene Wessel, Adolf Scheu, Robert Scholl und Dieter Posser an.
Siehe auch
|
|