Hintergrund
Oktober 1950

Freiheitsglocke in Berlin übergeben

Am 24. Oktober 1950 übergibt US-Militärgouverneur Lucius D. Clay in Anwesenheit Hunderttausender Berliner die „Freiheitsglocke“, die ihren Platz im Turm des Rathauses Schöneberg findet. Sie soll an die alliierte Luftbrücke während der Berliner Blockade vom Juni 1948 bis Mai 1949 erinnern.

 
Quelle: sujet.design
Die Montage der Freiheitsglocke im Turm des Rathauses Schöneberg

Zuvor hatte die in England gegossene Glocke 26 US-Bundesstaaten auf der Suche nach Spendern durchquert. 17 Millionen Amerikaner waren Clays Aufruf zum „Kreuzzug für die Freiheit des Komitees für ein Freies Europa“ gefolgt und hatten einen „Freiheitsschwur“ unterzeichnet. Dieser Schwur wird fortan jeden Sonntag über den „Rundfunk im amerikanischen Sektor“ Berlin (RIAS) unter dem Geläut der Glocke verlesen. Sein Text lautet: „Ich glaube an die Unantastbarkeit und an die Würde jedes einzelnen Menschen. Ich glaube, dass allen Menschen von Gott das gleiche Recht auf Freiheit gegeben wurde. Ich verspreche, jedem Angriff auf die Freiheit und der Tyrannei Widerstand zu leisten, wo auch immer sie auftreten mögen.“



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