Französischer Rückzug aus Lai Chau
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Titelseite des Time-Magazine: „Navarre von Indochina - im grünen Dschungel, ein roter Albtraum“
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Frankreich hatte als Folge des Zweiten Weltkrieges all seine Kolonien in Indochina verloren. Nach 1945 setzte Paris alles daran, den früheren Machtstatus in der Region zurück zu gewinnen. Diese Rekolonialisierungsbemühungen führten zu hartnäckigem Widerstand einheimischer Befreiungsbewegungen – ein erster, „französischer“ Vietnamkrieg war die Folge.
In einem riskanten Plan versucht schließlich der französische General Henri Navarre, durch den Aufbau einer rund 100 Kilometer langen Verteidigungslinie einen Keil zwischen die verbündeten vietnamesischen und laotischen Truppen zu treiben. Die äußeren Punkte dieser Linie sollen die Stadt Lai Chau und die Urwaldfestung Dien Bien Phu bilden. Am 11. Dezember 1953 wird das Scheitern von Navarres Strategie offensichtlich, als Streitkräfte der „Liga für die Unabhängigkeit Vietnams“ (Vietminh) Lai Chau nach nur zwei Tagen erobern können und die französischen Truppen zum Rückzug nach Dien Bien Phu zwingen.