Hintergrund
Dezember 1916

Ermordung Rasputins

  
© eskoff
Eine sagenumwobene Gestalt der neueren russischen Geschichte: Grigorij Jefimowitsch Rasputin















Der aus einfachsten Verhältnissen einer sibirischen Bauernfamilie stammende Wanderprophet und Wunderheiler Grigorij Jefimowitsch Rasputin wird am 30. Dezember 1916 in St. Petersburg ermordet. Nachdem er kurz nach der Jahrhundertwende in der russischen Hauptstadt aufgetaucht war, waren seine Aufsehen erregenden Fähigkeiten auch am Hofe des Zaren nicht verborgen geblieben. So wurde Rasputin zu Zar Nikolaus II. Alexandrowitsch gerufen, dessen Sohn Aleksej an der "Bluterkrankheit" litt. Rasputin gelang es, die lebensbedrohliche Blutung des Thronfolgers zu stillen. Er erwarb daraufhin die uneingeschränkte Gunst der Zarin Alexandra und die Bewunderung des Zaren. Rasputin gewann immer mehr Einfluss am Hof. Durch seinen ausschweifenden Lebenswandel und ein angeblich intimes Verhältnis mit der Zarin schockierte er jedoch weite Teile des russischen Adels. Schließlich beschuldigte man ihn, für die Niederlage im Krieg gegen Japan (1904/05), die Revolution von 1905 und den sich abzeichnenden russischen Zusammenbruch im Ersten Weltkrieg mitverantwortlich zu sein. Man trachtete nach seinem Leben; doch erst nach mehreren Attentatsversuchen konnte ihn eine Handvoll Verschwörer - darunter ein Neffe des Zaren - in eine Falle locken und ermorden.




Suche

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung