Hintergrund
März 1916

Die Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft

 
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Hugo Haase, Foto,1905

Die SPD-Fraktion im Berliner Reichstag kommt in ihrem Konflikt über den Krieg und seine Fortführung nicht zur Ruhe. Karl Liebknecht hatte in einer Rede vor dem Plenum gefordert, dass sich deutsche Soldaten mit ihren englischen und französischen Gegnern zum „Kampf gegen den Kapitalismus“ verbrüdern sollen. Liebknecht wurde nicht nur das Wort entzogen; er wurde auch aus der SPD-Fraktion ausgeschlossen. Doch die Zahl der Kriegsgegner wächst weiter. Wenig später, am 24. März 1916, stimmen 19 SPD-Abgeordnete unter Führung des SPD-Vorsitzenden Hugo Haase gegen die Regierungsvorlage zu einem „Not-Etat“. Auch sie werden mit sofortiger Wirkung aus ihrer Fraktion ausgeschlossen. Sie gründen eine „Sozialdemokratische Arbeitsgemeinschaft“, die das Ziel hat, den im August 1914 geschlossenen „Burgfrieden“ im Parlament zu bekämpfen und die Aufnahme weiterer Kriegskredite zu verhindern.

Hugo Haase wird im November 1918 als Vorsitzender der USPD Mitglied des aus USPD- und MSPD-Vertretern gebildeten Rats der Volksbeauftragten.



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