Die Februarrevolution in Russland
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Justizminister Alexander Kerenskij (im Auto stehend) nimmt eine Truppenparade ab |
Der Erste Weltkrieg hat die tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Krise in Russland noch weiter verschärft. Die militärische Niederlage scheint unabwendbar. Das Volk hungert. Im ganzen Land kommt es zu Arbeiteraufständen und Meutereien von Soldaten. Am 28. Februar 1917 haben die bürgerlichen Parteien im Parlament, der Duma, eine provisorische Regierung unter der Führung Alexander Kerenskijs gebildet. Am 11. März verfügt daraufhin Zar Nikolaus II. die Auflösung des Parlaments und erlässt einen Schießbefehl gegen die Aufständischen. Die Soldaten verweigern jedoch den Gehorsam. Vier Tage später dankt der Zar, nachdem sein Bruder die Übernahme der Krone verweigert hatte, ab. Am 21. März wird Nikolaus II. verhaftet und mit seiner Familie nach Sibirien verbannt. Die „Februarrevolution“ von 1917 beendet die Zarenherrschaft in Russland. Sie begann im Unterschied zu dem damals in Russland geltenden Julianischen Kalender nicht im Februar, sondern nach der in Westeuropa üblichen gregorianischen Zeitrechnung erst im März.