Am 12. März 1938 lässt Adolf Hitler deutsche Truppen in Österreich einmarschieren. Er beruft sich dabei auf ein angebliches Hilfegesuch von Arthur Seyß-Inquart, der – auf erpresserischen Druck Hitlers – am Tag zuvor Kurt Schuschnigg als Bundeskanzler abgelöst hat. Unter dem Jubel der Bevölkerung verkündet Hitler den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich, der tags darauf auch gesetzlich verankert wird. Am 10. April bestätigen die Österreicher in einer Volksabstimmung mit knapp 100 Prozent Ja-Stimmen die Eingliederung ihres Staates in das neu geschaffene „Großdeutschland“. Der Abstimmung geht eine Welle von Verhaftungen politischer Gegner der Nationalsozialisten voraus.