Der Preußenschlag
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© Brandenburg-Preußen Museum Otto Braun (SPD), bis zum "Preußenschlag" Ministerpräsident des Landes Preußen |
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© AdsD Schon 1925, als der Nachfolger des verstorbenen Reichspräsidenten Friedrich Ebert gewählt wird, wirft Otto Braun sein politisches Gewicht für die Republik von Weimar in die Waagschale: mit 29 Prozent der Stimmen zieht er seine Kandidatur jedoch nach dem ersten Wahlgang zurück und überläßt Wilhelm Marx als Kandidat der Weimarer Koalition das Feld |
Am 20. Juli 1932 unternimmt Reichspräsident Paul von Hindenburg einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Ausbau einer vollständigen Präsidialdiktatur in Deutschland: Mittels einer Notverordnung setzt er die legitime preußische Regierung unter Ministerpräsident Otto Braun (SPD) ab. An ihrer Stelle setzt er Kanzler Franz von Papen als Reichskommissar ein.
Durch den „Preußenschlag“ verliert die SPD ihre letzte wichtige Regierungsposition im Reich. Zugleich wird dem Föderalismus in Deutschland ein verheerender Schlag versetzt: Das größte Land des Reiches befindet sich nunmehr unter unmittelbarer politischer Kontrolle der Reichsregierung.