Der Friede von Brest-Litowsk
Am 3. März 1918 wird zwischen dem Deutschen Reich und Russland der Friede von Brest-Litowsk unterzeichnet. Es ist ein Diktatfrieden: Das von revolutionären Wirren geplagte Russland verliert danach fast ein Drittel seiner Bevölkerung und muss auf über die Hälfte seiner industriellen Anlagen verzichten. Zusätzlich wird die Anerkennung der Unabhängigkeit von Finnland, Estland, Livland, Kurland, Litauen, Polen, Georgien, der Ukraine und von Teilen Armeniens erzwungen. Wenn auch der im Juni 1919 unterzeichnete Friedensvertrag von Versailles das Abkommen von Brest-Litowsk formal hinfällig machen wird, so werden darin jedoch viele der vom Deutschen Reich Russland diktierten territorialen Festlegungen bestätigt werden.
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© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Wiederankunft der russischen Delegation zu den Friedensverhandlungen (in der Mitte: Leo Trotzki) |