DKP

Deutsche Kommunistische Partei
Gründung
25. September 1968

Vorgänger
KPD

 

Überblick
17. August 1956 durch das Verbot der KPD in der Bundesrepublik werden ihre Mitglieder in die Illegalität gedrängt
Oktober 1967 Bundesregierung und Landesregierungen verständigen sich darauf, die Gründung einer neuen kommunistischen Partei (sofern nicht verfassungsfeindlich) zuzulassen
25. September 1968 Gründung der DKP; finanzielle Unterstützung durch die DDR
1978 Parteiprogramm auf dem Mannheimer Parteitag
Ab 1980 Beteiligung an der Friedensbewegung
Ab 1987 infolge von Perestrojka und Glasnost in der Sowjetunion zunehmende Identitätskrise
1990 Austrittswelle; die ausgetretenen Mitglieder schließen sich hauptsächlich der PDS an
2005 anlässlich der Bundestagswahl Aufruf zur Wahl der Linkspartei, auf deren Listen auch einzelne DKP-Mitglieder kandidieren

Struktur
Die DKP versteht sich als marxistisch-leninistische Partei, die in der Tradition der 1956 verbotenen KPD steht. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet, weil sie unter dem Verdacht steht, verfassungsfeindliche Ziele zu verfolgen.
Sie besteht aus insgesamt 18 Landesverbänden und ist somit in allen Bundesländern präsent. Dabei sind die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen in jeweils zwei Landesverbände untergliedert.
Anzahl der Mitglieder: ca. 40.000 (1973), 4.500 (2005)
Parteizeitung ist die wöchentlich in Essen erscheinende „Unsere Zeit“. Alle zwei Monate erscheint das der DKP nahestehende Theorieorgan „Marxistische Blätter“.

Vorsitzende
Heinz Stehr [1990-heute]
Herbert Mies [1973-1990]
Kurt Bachmann [1969-1973]

Siehe auch
Antikommunismus
Glasnost
KPD
Perestrojka