Bundestagswahl 1969
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Quelle: Deutsches Historisches Museum, Berlin Außenminister und Kanzlerkandidat der SPD: Willy Brandt auf einem Wahlplakat, 1969
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Am 28. September 1969 wird der 6. Deutsche Bundestag gewählt. Innerhalb der SPD ist die Fortsetzung der Großen Koalition umstritten. Herbert Wehner und Helmut Schmidt befürworten die weitere Zusammenarbeit mit CDU und CSU, während der Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Willy Brandt eine Koalition mit der FDP bevorzugt.
Die ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF am Wahlabend sagen der Union eine absolute Mehrheit der Mandate voraus. Bundeskanzler Kiesinger lässt sich bereits als Wahlsieger feiern. Doch im Verlauf der nächsten Stunden wendet sich das Blatt. SPD und FDP verfügen über eine knappe Mehrheit.
Um 23:45 Uhr schließlich tritt Willy Brandt vor die Kameras und stellt fest: „Die SPD ist die größte Partei, die SPD ist die stärkste Partei, die CDU hat nicht gewonnen, sondern sie hat verloren, der Abstand zwischen CDU und SPD ist gut halbiert worden. Das ist das Ergebnis.“ In Absprache mit dem FDP-Vorsitzenden Walter Scheel kündigt er ein sozial-liberales Bündnis an.
Ergebnisse der Bundestagswahl 1969
(Statistisches Bundesamt)