Hintergrund
Mai 1933

Bücherverbrennung in Berlin

Am 10. Mai 1933 brennen in Berlin Scheiterhaufen von Büchern: Joseph Goebbels, seit dem 13. März „Minister für Volksaufklärung und Propaganda“, will mit dieser durch die nationalsozialistische „Deutsche Studentenschaft“ durchgeführten Aktion die Bibliotheksbestände von „undeutschem Schrifttum“ säubern. Darunter fallen sowohl Werke jüdischer und regimekritischer Autoren als auch solche, die der nationalsozialistischen Vorstellung von „arischer Kultur“ zuwiderlaufen („entartete Kunst“).


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„Das war ein Vorspiel nur. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“ Heinrich Heine (Almansor, 1821) - Bebel-Platz, Berlin

Die Maßnahme bildet den Auftakt einer ganzen Serie von Bücherverbrennungen in deutschen Universitätsstädten, die im Gegensatz zum Boykottaufruf gegen jüdische Geschäfte, Unternehmen, Ärzte und Rechtsanwälte vom April von der Bevölkerung weitgehend gleichmütig aufgenommen werden.

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Leere Bücherregale unter den Pflastersteinene: das Mahnmal für die Bücherverbrennung von Micha Ullman auf dem Bebelplatz, Berlin-Mitte



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