Bombenangriff auf Monte Cassino
Bis zum Jahresende 1943 haben sich britische, indische und neuseeländische Truppen zeitraubend und unter größten Verlusten bis an die deutsche „Gustav-Linie“ herangekämpft, in die der Monte Cassino einbezogen ist. Die deutschen Verteidigungsstellungen sind einem laufenden massiven Bombardement aus der Luft ausgesetzt. Am 15. Februar 1944 zerstören die amerikanischen und britischen Bomber schließlich auch das auf dem Monte Cassino gelegene, im Jahr 529 errichtete Benediktinerkloster, weil die alliierte Führung hinter seinen Mauern eine deutsche Funk- und Aufklärungsstation vermutet.
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© boddien
Die Überreste des jahrhundertealten Klosters nach der Schlacht |
Dies erweist sich jedoch als Irrtum: Der deutsche Oberbefehlshaber Albert Kesselring hatte mit Rücksicht auf die unschätzbare Bedeutung dieses Kulturdenkmals seine Nutzung zu Verteidigungszwecken strikt untersagt. Das berühmte Kloster wird vollständig zerstört. 250 Tote sind zu beklagen, zumeist Mönche und Flüchtlinge, die in den Gemäuern Schutz vor den Kampfhandlungen gesucht hatten.
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© Deutsches Historisches Museum, Berlin
Der Oberbefehlshaber am Monte Casino, Albert Kesselring vor einem britischen Militärgericht in Venedig, 1947 |