Hintergrund
März 1944

Besetzung Ungarns durch die Wehrmacht

 
© Yad Vashem
Die Juden des ungarischen Dorfes Koszceq werden deportiert (1944)

Mit seinem Beitritt zum „Dreimächtepakt“ 1940 war Ungarn enger Verbündeter des Deutschen Reiches geworden. Im folgenden Jahr erklärte Budapest der Sowjetunion den Krieg und unterstützte mit eigenen Truppen Hitlers Angriff auf das Land. Nach der deutschen Niederlage in Stalingrad Anfang 1943 nahm Ungarn jedoch geheime Waffenstillstandsverhandlungen mit den Alliierten auf. Das konnte Berlin nicht verborgen bleiben: Am 19. März besetzen Einheiten der Wehrmacht und SS das Land. Hitler setzt in Budapest eine Marionettenregierung unter der Leitung von Döme Sztójai ein, die dem Deutschen Reich die Versorgung mit Lebensmitteln zusichert. Schlimme Folgen hat die deutsche Machtübernahme für die in Ungarn lebenden Juden: Als Führer eines Sonderkommandos organisiert Adolf Eichmann nun auch dort deren Verfolgung und Deportation in die polnischen Vernichtungslager.



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