Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Januar 1914

Berufstätigkeit der Mutter

Wenige Wochen nach der Geburt ist Martha Frahm gezwungen, wieder als Verkäuferin zu arbeiten. Sie lässt ihren Sohn Herbert tagsüber bei Freunden oder ihrem Halbbruder Ernst. Doch das ist keine dauerhafte Lösung. Schließlich erklärt sich eine Bekannte der Mutter bereit, gegen ein kleines Entgelt auf das Baby aufzupassen. Die allein stehende junge Mutter arbeitet viel und bemüht sich nach Kräften, ihrem Kind ein sorgenfreies Leben zu bieten. Sie verwöhnt Herbert in den wenigen gemeinsamen Stunden sehr. Doch es fehlt ihm „an einem festen Zuhause, an jenem stabilen familiären Bezugssystem, das Psychologen für die Entwicklung des frühen kindlichen Charakters für unerlässlich halten. Von Beginn an vermisst Herbert Frahm Nestwärme“, so Brandt-Biograf Peter Merseburger.






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