Beginn der deutschen Offensive gegen Moskau
Am 2. Oktober 1941 beginnt die Heeresgruppe Mitte nach einer Reihe erfolgreicher „Kesselschlachten“, die zur Zerschlagung mehrerer russischer Armeen führte, die „Operation Taifun“ – den Vorstoß auf Moskau. Die deutsche Führung setzt 70 Divisionen ein, doch behindert die nun einsetzende Schlechtwetterperiode die Truppenbewegungen entscheidend. Durch grundlosen Schlamm und gegen den sich versteifenden Widerstand der Roten Armee kämpfen sich die deutschen Verbände bis an die Außenbezirke der sowjetischen Hauptstadt heran.
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© Moscow house of photography
Soldaten im russischen Winterkrieg nahe Moskau, 1941 |
Ministerien, Behörden und Industriebetriebe werden evakuiert. Josef Stalin selbst verharrt im Kreml und überträgt General Georgij Schukow die Verteidigung der Stadt. Dieser lässt durch rigorosen Einsatz der Zivilbevölkerung die Verteidigungsstellungen um die Hauptstadt ausbauen.
Ende November folgt der Wintereinbruch – die Temperaturen fallen auf minus 40 Grad Celsius und darunter. Während die sowjetischen Divisionen hervorragend auf den Winterkrieg vorbereitet sind, müssen die deutschen Soldaten in Sommeruniformen kämpfen. Am 5. Dezember eröffnet die Rote Armee – unterstützt durch frische Einheiten aus Sibirien – eine breite Gegenoffensive. Die Wehrmacht gerät in schwere Bedrängnis. Gleichwohl hält die Front im Großen und Ganzen. Deutsche wie Sowjets haben enorme Verluste zu beklagen. Bis April 1942 ist die Lage an der deutschen „Ostfront“ wieder stabilisiert.