Willy-Brandt-Biografie
Hintergrund
Januar 1943

Befreiung Leningrads

 
© katardat
Soldaten der Roten Armee eröffnen die Offensive an der Leningrader Front, 1943


Vor sechzehn Monaten hat die deutsche Heeresgruppe Nord Leningrad (das heutige St. Petersburg) eingeschlossen. Hitler hatte befohlen, auf die verlustreiche Eroberung der Millionenstadt zu verzichten und stattdessen auf „Zermürbung“ zu setzen; früher oder später werde Leningrad fallen „wie ein welkes Blatt“. Dabei unterschätzte er die Widerstandskraft der Bewohner und den nahezu menschenverachtenden Durchhaltefanatismus ihres Kommandanten. Vier Monate lang war die Stadt völlig von der Außenwelt abgeschnitten und die Versorgungslage katastrophal. Aller Bomben, Granaten, Hunger und Kälte zum Trotz hielten die Leningrader durch. Am 18. Januar 1943 gelingt es der Roten Armee endlich, den Belagerungsring zu durchbrechen und eine Landverbindung zur Stadt herzustellen. Leningrad kann jedoch erst über ein Jahr später – nach genau 900 Tagen Belagerung – aus dem deutschen Würgegriff befreit werden. Bis dahin wird die Zahl der zivilen Opfer auf über 600.000 gestiegen sein.



Glossar

Suche

Kontakt | Impressum | Sitemap | Startseite

© 2005 Bundeskanzler- Willy- Brandt- Stiftung