Bebel, August

Ferdinand August Bebel
* 22. Februar 1840
in Köln
  13. August 1913
in Passugg (Schweiz)

Beruf
Deutscher Politiker

(© AdsD)
 

Überblick
1854-1857 Lehre als Drechsler
Ab 1858 auf Wanderschaft durch Süddeutschland, Schweiz, Österreich nach Leipzig; dort Eintritt in die Arbeiterbewegung und frühe Kontakte zur bürgerlichen Frauenbewegung
1861 Eintritt in den Gewerblichen Bildungsverein
1863 Teilnahme an der Gründungsversammlung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV); jedoch Ablehnung der politischen Bestrebungen Ferdinand Lassalles
1863 Delegierter des ersten Vereinstags Deutscher Arbeitervereine in Frankfurt/Main
1866 Gründung der Sächsischen Volkspartei gemeinsam mit Wilhelm Liebknecht, ein Jahr später Wahl in den Reichstag des Norddeutschen Bundes
1867-1881 und 1883-1913 Mitglied des Deutschen Reichstages
1869 Gründung der SDAP in Eisenach; Verfassung des Programms und Statuten auf marxistischer Grundlage; Abkehr von den politischen Ideen des Liberalismus und Hinwendung zum Sozialismus unter dem Einfluss der Schriften Lassalles, Marx' und Engels; Bruch mit dem bürgerlichen Lager
1872 Inhaftierung wegen Vorbereitung zum Hochverrat und „Majestätsbeleidigung“
1875 Teilnahme am Vereinigungsparteitag der SDAP und des ADAV zur SAP
1881-1891 nach Ausweisung aus Leipzig und Übersiedlung nach Dresden Mitglied des sächsischen Landtages
1889 Beteiligung an der Gründung der II. Internationalen in Paris
1891 Erfurter Programm
1892 gemeinsam mit Paul Singer Vorsitzender der SPD; Entwicklung der Partei unter seiner Führung zur Massenpartei
1904-1913 Angehöriger des Internationalen Sozialistischen Büros

Sonstiges
Verfasser zahlreicher politischer Schriften und Bücher, u.a. „Unsere Ziele“ (1870), „Die Frau und der Sozialismus“ (1879)

Siehe auch
ADAV
Lassalle, Ferdinand
SDAP
Sozialistengesetz