Hintergrund
Januar 1923

Alliierter Einmarsch ins Ruhrgebiet

 
© Rohrerhof
Protestplakat gegen die Besetzung des Ruhrgebiets

Französische und belgische Truppen marschieren am 11. Januar 1923 in das Ruhrgebiet ein, in das Zentrum der deutschen Schwerindustrie. Anlass für die „Ruhrbesetzung“ ist ein geringfügiger Lieferrückstand bei den deutschen Reparationen an Frankreich. Eine Welle der Empörung erfasst Deutschland. Die Regierung unter Reichskanzler Wilhelm Cuno ruft die Bevölkerung zum „passiven Widerstand“ auf und lässt alle Kohlelieferungen an Frankreich und Belgien einstellen. Daraufhin weisen die Besatzungsbehörden rd. 150.000 Menschen aus dem Ruhrgebiet aus. Es kommt vereinzelt zu gewaltsamen Widerstand, der von den Besatzungstruppen mit großer Härte unterdrückt wird. Durch den „Ruhrkampf“ verschlechtert sich die Lage der durch den Krieg und seine Folgelasten ohnehin schwer angeschlagenen deutschen Wirtschaft von Tag zu Tag mehr.




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