Die Außenminister Wjatscheslaw M. Molotow und Joachim von Ribbentrop bei der Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes in Moskau, im Hintergrund Josef Stalin
Vor den erstaunten Augen der Weltöffentlichkeit schließen das Deutsche Reich und die Sowjetunion am 23. August 1939 in Moskau einen Nichtangriffspakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll stecken die beiden Länder ihre Interessensphären in Europa ab: Kreml-Führer Josef Stalin beansprucht die Herrschaft über Finnland und über die Länder des Baltikums (mit Ausnahme Litauens). Polen soll zwischen den beiden ideologischen Erzfeinden aufgeteilt werden. Adolf Hitler verfügt nunmehr über die notwendige Rückendeckung für den unmittelbar bevorstehenden Angriff auf Polen. Zudem erhofft er sich, die Westmächte Großbritannien und Frankreich durch den Pakt von der Einlösung ihrer militärischen Beistandsgarantien gegenüber Warschau abschrecken zu können.