Willy-Brandt-Ausstellung zieht nach Berlin-Mitte
Anfang 2010 wird die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung, die seit 1996 im Rathaus Schöneberg ihren Sitz hat, nach Berlin-Mitte umziehen. Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien (BKM), Staatsminister Bernd Neumann, hat diesem Schritt jetzt zugestimmt.
Neuer Standort der Stiftung wird das Gebäude Unter den Linden 68 in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tores sein. Die Liegenschaft befindet sich in Bundeseigentum und wird zum größeren Teil durch die Bundestagsverwaltung genutzt. In den vorderen Bereich, der ca. 900 qm groß ist, wird nun die Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung mit ihren acht Berliner Mitarbeitern einziehen. Unter den Linden 68 wird künftig auch der Ort der Willy-Brandt-Ausstellung sein, die bislang im Rathaus Schöneberg zu sehen ist. Die dortige Schau wird am 18. Dezember 2009 schließen. Voraussichtlich im Herbst 2010 wird dann eine neue Ausstellung über das Leben Willy Brandts in der Mitte Berlins zu sehen sein. In der Zwischenzeit werden Sonderausstellungen gezeigt.
An ihrer neuen Adresse findet die Stiftung wesentlich bessere Bedingungen vor als an ihrem bisherigen Standort: Unter den Linden 68 bietet eine doppelt so große Ausstellungsfläche, als bisher im Rathaus Schöneberg zur Verfügung stand. Erstmals wird es auch einen eigenen Seminarraum geben, durch den das Bildungsangebot für Besuchergruppen, insbesondere für Schulklassen, deutlich verbessert werden kann. Dadurch und durch die attraktive Lage im Herzen Berlins rechnen Kuratorium und Vorstand der Bundesstiftung mit einem deutlichen Anstieg der Besucherzahl, die im Rathaus Schöneberg zuletzt nur noch 14.000 im Jahr betrug.
Foto: Bis Mai 2009 war das Gebäude Unter den Linden 68 Sitz der "Peugeot-Avenue Berlin".